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Über das Projekt

"Qualifizierung von Berufsbildungspersonal hinsichtlich der Identifikation & Beratung von Auszubildenden mit hohem Abbruchsrisiko" (PraeLAB)

Laufzeit: 10/2010 – 09/2012 (24 Monate)

PraeLAB ist ein innovatives europäisches Projekt mit dem Ziel, die Prävention von
Ausbildungsabbrüchen zu verbessern. Dazu entwickeln und erproben die
beteiligten Partner Erhebungsinstrumente und ganzheitliche Beratungskonzepte.

Zusammenfassung

Seit Jahren ist die Abbrecherquote in der Berufsausbildung in Europa konstant auf
einem nicht akzeptablen Niveau. Dies betrifft sowohl Länder mit dualem als auch
mit schulischem Berufsbildungssystem. Ein Ausbildungsabbruch birgt
erwerbsbiografische wie auch sozial- und arbeitsmarktpolitische Risiken. Bei den
KMU verursacht ein Abbruch oft nicht nur wirtschaftlichen Schaden, sondern auch
abnehmende Ausbildungsbereitschaft. Innovative Maßnahmen europäischer Länder belegen die Aktualität des Themas.

Das Projekt setzt 4 Schwerpunkte:
1. Verbesserung systematischer Kooperation zwischen den an der
    Berufsausbildung beteiligten Ausbildnern, Lehrkräften, Berufsberatern und
    Casemanagern;
2. Bereitstellung erprobter und valider Instrumente zur Identifikation von     Jugendlichen mit Abbruchsrisiko: Modifizierung eines in der Schweiz entwickelten     Instruments zur Diagnose und Rückmeldung eines Abbruchsrisikos;
3. Implementierung von innovativen Methoden zur holistischen Beratung dieser     Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung von Migrationshintergrund und     Genderaspekten;
4. Entwicklung und Akkreditierung einer Trainingskonzeption zur Qualifizierung des     Berufsbildungs- und Beratungspersonals

Ziele und Arbeitsschritte des Projekts
Es wurde ein berufspädagogisches Rahmenkonzept für ein didaktisch-
   methodisches Vorgehen zur Früherkennung und Beratung von Risikogruppen in
   der beruflichen Ausbildung erarbeitet
Innovative Ansätze zur Prävention von Abbrüchen durch Berufsorientierung    wurden weiterentwickelt und in spezifische Diagnostik und Beratung umgesetzt
Ein Trainingskonzept zur Qualifizierung des Berufsbildungspersonals wurde auf
   der Grundlage des berufspädagogischen Rahmenkonzepts entwickelt und in    Pilottrainings in fünf Ländern umgesetzt
Der Transfer des Instruments zur Identifikation von Auszubildenden mit    Abbruchrisiko wird zurzeit in Pilottrainings erprobt und umgesetzt
Zurzeit finden die Feldphasen auf nationaler Ebene zur Umsetzung der Diagnose-    und Beratungseinheiten an rund 2500 Auszubildenden und Berufsschülern statt
Alle fertig gestellten und evaluierten Produkte werden am Ende des Projekts in
   fünf europäischen Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch)
   im Internet veröffentlicht
Die Akkreditierung des Weiterbildungskonzepts zur dauerhaften Integration in
   die entsprechenden Curricula der Aus- und Weiterbildungsinstitutionen ist zum
   Teil bereits in der Schweiz und in Deutschland erfolgt und wird in den anderen    Partnerländern noch angestrebt

Langfristige Ziele

1. Optimierung der Vernetzung und Kooperation der an der Berufsausbildung     beteiligten Institutionen und Fachkräfte
2. Verbesserung der Qualifizierung der an der Berufsausbildung beteiligten     Fachkräfte
3. Identifizierung von Jugendlichen mit Ausbildungsabbruchsrisiko durch innovative     und effiziente Erhebungsverfahren
4. Individuell zugeschnittene Beratung von jungen Menschen mit Abbruchsrisiko

Zielgruppen

Das Projekt und seine Instrumente und Konzepte sind interessant für:
Ausbilderinnen und Ausbilder
Lehrkräfte
Berufsberaterinnen und Berufsberater
Casemanagerinnen und Casemanager
Alle, die in irgendeiner Form mit der Ausbildung von Jugendlichen befasst sind
Alle, die für Berufsbildungspersonal verantwortlich sind und ihre Fachkräfte
   qualifizieren möchten

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